07.10.2019 Die zwei Wölfe, eine kleine Geschichte zum Nachdenken (Herkunft unbekannt)

 

Ein sehr alter Indianer sitzt mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Sie reden über das Leben und seine Herausforderungen. Da beginnt der alte weise Indianer zu erzählen:

 

"Seit meiner Geburt tobt in mir ein Kampf zweier Wölfe. Der eine Wolf ist dunkel, er kämpft mit Neid, Wut, Selbstmitleid, Eifersucht und Lügen.

Der andere Wolf ist hell, seine Stärken sind Freude, Frieden, Gelassenheit, Dankbarkeit, Vertrauen und Wahrheit."

 

Der kleine Junge schaut eine Weile in das Feuer, dann fragt er: 

"Und welcher Wolf wird gewinnen?"

 

Der alte Indianer schweigt, nach einer Weile antwortet er:

"Der, den ich fütter!"

 

 


14.07.2019   Warum es so schwer ist, alte Gewohnheiten abzulegen

Erinnern Sie sich an den Anfang Ihrer Schulzeit? Die ersten Buchstaben, wurden hochkonzentriert in das Schreibheft eingetragen. Ein Buchstabe oder ein Wort wurde mehrfach wiederholt in eine Zeile des Heftes geschrieben. Vermutlich taten Sie das sehr langsam, sorgfältig und gewissenhaft. Wer sich besonders angestrengt hat, bekam vom Lehrer ein Sternchen, einen Sticker oder Smiley und bei einer bestimmten Anzahl gab es eine Belohnung in Form eines Fleißkärtchens, einen Griff in die Schatzkiste, etc....Ein toller Anreiz!

Und heute? Wahrscheinlich geht Ihnen das Schreiben schnell und automatisch von der Hand. Warum ist das so? Weil das ständige Wiederholen und Schreiben Ihnen zur Gewohnheit geworden ist!

Sie werden sich jetzt eventuell fragen, was Schulzeit und Schreiben lernen auf der Seite einer Heilpraktikerin für Psychotherapie verloren hat......

Nun, das möchte ich Ihnen erklären, denn dieses Beispiel ist nur stellvertretend für viele andere Dinge, die Sie im Leben erlernt haben und inzwischen zur Gewohnheit geworden sind. Die Gründe liegen in der Natur des Menschen. Der Mensch ist schlichtweg ein "Gewohnheitstier". Es gibt Verhaltens-, Gefühls- und Denkgewohnheiten. Gewohnheiten sind Handlungen, welche so oft wiederholt wurden, bis sie zur Routine geworden sind. Diese Routinen laufen ab einem bestimmten Punkt ohne eine bewusste Steuerung vollkommen automatisch ab. Unser Gehirn ist ständig bestrebt neue Denk- und Verhaltensweisen zu automatisieren und alte zu behalten. Eine Gewohnheit startet immer mit einem Auslösereiz. Das Gehirn prüft, ob eine passende Routine hierfür bereits abgespeichert ist, falls ja, wird diese automatisch abgespielt. Oder denken Sie heute noch darüber nach, wenn Sie Ihr Auto starten? Wahrscheinlich tun Sie das automatisch. (Kupplung treten, Gang schalten, Schlüssel umdrehen, Gas geben....)

Genau so funktioniert auch unser Gehirn bei psychisch bedingten Leiden. Eine auslösende Situation ruft im Gehirn ein Programm aus negativen Gedanken, Gefühlen und Verhalten auf und spielt diese automatisch ab, ein ewiger Kreislauf. 

Diese alten Gewohnheiten bzw. Routinen können gar nicht oder nur sehr schwer aus unserem Gehirn gelöscht werden, wenn diese fest in diesem gespeichert sind. 

Besser und viel versprechender ist es, die alte Gewohnheit durch eine neue zu ersetzen. 

Denken Sie hierbei an einen Pfad, wird dieser häufig begangen, so wird er bald breiter und zu einem bequemen Weg werden. Verlässt man den alten Pfad um neue Wege zu gehen, ist es zwar anstrengender, aber je häufiger Sie den neuen Weg einschlagen und gehen, um so deutlicher wird sich ein neuer einfacher zu begehender Pfad bilden. 

Der alte Pfad jedoch wird von der Natur zurückerobert und irgendwann zugewachsen sein.

Sie ahnen es vielleicht schon, so lange der alte Weg noch nicht zugewachsen ist, fällt man sehr schnell in alte Gewohnheiten zurück. 

Aber es ist möglich, diese alten Muster zu unterbrechen.

Denn die gute Botschaft ist, dass die Neurobiologie erwiesen hat, dass Menschen bis ins hohe Alter lernfähig sind. Es ist also nie zu spät, einen neuen Weg einzuschlagen. Denn wie wir unser Gehirn nutzen, so formt es sich auch. 

 

 


12.05.2019 Aus alt mach neu.....

Die Renovierungsarbeiten in der Praxis schreiten voran. Erste Möbel sind inzwischen eingezogen. Doch sehen Sie selbst.

Ich freue mich darauf, Sie bald darin begrüßen zu dürfen.


18.04.2019

 

"Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei. Lasst das Haus, kommt hinaus...."

Dieser Text stammt aus der Feder von

H. Adam v. Kamp und wurde 1818 geschrieben.

 

Noch wenige Tage bis zum Mai und es freut mich Ihnen mitteilen zu dürfen, dass ich zum 01.05.2019 den Schlüssel zu meiner Praxis erhalten werde. Allerdings lasse ich, anders als im Liedtext, nicht das Haus, denn in den kommenden Wochen stehen die Renovierungsarbeiten in der Praxis an. Schon wenige Wochen danach erfolgt die Praxiseröffnung im UG des Pointcenter in Bad Neustadt a. d. Saale.

                                                            

Gönnen Sie Ihrem Körper, wenn Sie möchten, eine kleine Auszeit. 

Ihren Aufenthalt draußen, aber auch selbstverständlich überall wo Sie sich befinden, egal ob im Bett nach dem Aufstehen oder während der Pause-Zeiten, können Sie mit einer kleinen Entspannungsübung verbinden, welche nur 2 - 3 Minuten dauert.

 

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um eine Anleitung zur Selbsttherapie handelt, sondern um eine Art "Wellness" 

 

Ob diese etwas für Sie ist? Probieren Sie es aus.

 

Die kleine Übung funktioniert wie folgt:

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Stellen Sie beide Füße auf den Boden und schließen Sie die Augen.

Fühlen Sie in Ihren Körper hinein. 

Wie fühlt sich das an? Die Füße auf dem Boden, die Beine, die Arme und Hände, der Bauch, der Nacken, der Kopf? Sind diese locker oder noch ein wenig angespannt...?

 

Spüren Sie die Berührung der Luft mit Ihrer Haut. Ist diese angenehm warm oder erfrischend kühl...?

 

Atmen Sie tief ein und wieder aus. Achten Sie dabei darauf, wie die Luft durch die Nase strömt, die Lunge sich füllt, der Brustkorb und der Bauch sich weiten und beim Ausatmen wieder abnehmen. 

Fühlt sich die Luft beim Ausatmen kühler oder wärmer als beim Einatmen an?

 

Führen Sie nun folgenden Schritt 3x wiederholt durch:

Atmen Sie durch die Nase tief ein, halten kurz die Luft an und zählen in Gedanken von 21 -23.

Danach kräftig durch den Mund wieder ausatmen.

 

Nach den 3 Wiederholungen: Öffnen Sie die Augen. Wie geht es Ihnen jetzt?

 

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Falls Sie diese kleine Entspannungsübung zu Ihrem täglichen Ritual machen möchten, können Sie nach und nach die Zeitspanne des Luft-Anhaltens steigern in dem Sie z.B. in Gedanken von 21 - 25 zählen, natürlich nur so lange, wie es angenehm für Sie und Ihren Körper ist.